Philosophen/Performer Festival 2016

Joy Harder

JOY HARDER ist freischaffende Performerin und bildende Künstlerin, Seit 2006 realisiert sie als Solo- und Kollektiv-Performances, Performance-Serien und interdisziplinäre Forschungsprojekte auf internationaler Ebene (u.a. in Finnland, Schweden, Italien, Österreich, Canada, Chile). Im Kontext der künstlerisch-wissenschaftlichen Produktionsplattform (e)at_work entwickelte sie objekt- und aktionsbezogene Interviewmethoden zur Interaktion mit Publikum im öffentlichen Raum sowie in Kontexten der darstellenden oder bildenden Kunst. Zu Harders künstlerischen Strategien gehören darüber hinaus die Reduktion, Prinzipien der Unfertigkeit und Strategien der weichen Interaktion, wie sie zuletzt im Projekt Künstlerisches Bedarfsbüro am brut Wien und beim Hauptsache Frei Festival der Darstellenden Künste Hamburgs zum Tragen kamen. Neben ihren Solo-Performances und der Projektentwicklung in festen Konstellationen und Gruppen kollaboriert Harder häufig und gern, in den vergangenen Jahren unter anderem mit Raumlabor Berlin, mit der Hamburger geheimagentur, mit André Leipold (Zentrum für politische Schönheit) und widerholt mit dem Berliner Performancekunst Duo Burmester&Feigl. Joy Harder ist Mitglied von APAB e.V. – Association for Performance Art Berlin.

Kontakt: www.joyharder.de


Richter/Meyer/Marx

Richter/Meyer/Marx (Berlin) ist ein interdisziplinär arbeitendes Künstlerkollektiv. Das Performancekollektiv besteht aktuell aus einer Stuntfrau und ausgebildeten Choreografin, einem Fashion-Designer, einem House-Produzenten und einem studierten Philosophen und Tanzdramaturgen. RICHTER/MEYER/MARX (Berlin) suchen seit Oktober 2013 nach Verbindungen zwischen Text und Tanz, zwischen Performing Arts und Publikum, zwischen Bühne und Bildender Kunst. Dabei beschäftigen sie sich vor allem mit Fragen von Identitäten, Körperrepräsentation und –dekonstruktion sowie mit politischen Strategien von Kollektivismus. 2014 erhielten sie für repair:move den 1. Preis für das Beste Tanzsolo beim 6. International SoloDuo Festival NRW +friends Köln. Die Jury-Begründung lautete: Within a very strong conceptual and visual frame, the choreography shows a consequent minimalism with a contemporary sense of humour.  Sie wurden zudem für den Premio Arte Laguna, den Nachwuchskunstpreis der Stadt Venedig (Italien), 2014 und 2015, in der Kategorie Performance sowie 2014 für den Celeste Prize Mailand (Italien) nominiert. Im Juni 2015 eröffneten sie mit der Sozialen Skulptur BODIES IN THE WIND die Biennale Sculpture by the Sea in Aarhus (Dänemark).Sie gehörten mit ihrer Arbeit 9991.24 (DYNAMIC BIOGRAPHY) zu den europaweit dreizehn von der MUU Gallery Helsinki (Finnland) ausgewählten Performances, die an der Performance Voyage V, einer Welttournee, teilnehmen durften, um ihre Arbeit u.a. in Toronto (Kanada), Port-au-Prince (Haiti) und Miami (USA) zu präsentieren. Gastspiele führten sie 2015 zudem nach Beirut (Libanon), Budapest (Ungarn), Lwiw (Ukraine), Athen (Griechenland), Leicester (Großbritannien), Wien (Österreich) und Winterthur (Schweiz). Sie leiteten seit 2013 zudem mehrere Community Performance Projekte mit Jugendlichen fremdsprachiger Herkunft u.a. in Leipzig und Hohenems (Österreich).

Kontakt: www.richtermeyermarx.de


Arno Böhler/Susanne Valerie Granzer

Arno Böhler ist Dozent für Philosophie (Institut für Philosophie der Universität Wien), Autor, Filmemacher und Performer. Susanne Granzer arbeitete als Schauspielerin in zentralen Rollen am Theater in der Josefstadt, Volkstheater Wien, Theater Basel, Düsseldorfer Schauspielhaus, Schauspielhaus Frankfurt am Main, Schillertheater Berlin und Burgtheater Wien, promovierte in Philosophie und ist seit 1989 Professorin im künstlerischen Fach Rollengestaltung an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien am Max Reinhardt Seminar. Gemeinsam realisierten beide bereits eine Reihe von Philosophie Performances in zahlreichen Ländern, arbeiten intensiv an künstlerisch-philosophischen Forschungsprojekten und sind Gründer und Organisatoren des Festivals „Philosophy on Stage“ in Wien, das seit 2005 existiert.

Kontakt: http://homepage.univie.ac.at/arno.boehler/php/?p=7249


 

Rainer Totzke/Kurt Mondaugen/Simone Weißenfels

 

RAINER TOTZKE (aka KURT MONDAUGEN) lebt als Philosoph, Autor und Performer in Leipzig. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg. In seiner doppelten Identität als Philosoph (Rainer Totzke) und Performer (Kurt Mondaugen) realisierte er in den letzten Jahren eine Reihe von Philosophieperformances u.a. „Soundcheckphilosophiemaschine“ (2008-2012); „Personal Views“ (2010-2012); „‘Wir müssen an den Grenzen sein‘ – Philosophie & Schamanismus“(2014/15) „1000 Nietzsche – Eine Performance für alle und keinen“ in Theatern, Museen und Galerien u.a. in Halle, Berlin, Magdeburg, Leipzig, Wien. – Einen Überblickfindet man auf: www.sinnstudio.wordpress.com sowie über: www.rainer.totzke.de; literarische Projekte von Kurt Mondaugen unter: www.kurt-mondaugen.de. Rainer Totzke ist Mitorganisator von soundcheck philosophie, des philosophische Performance-Formats „Club der toten Philosophen“ sowie die Reihe „Philosophie & Kunst“ am Forum Gestaltung Magdeburg.

SIMONE WEIßENFELS (Leipzig) zählt zu den profiliertesten und vielseitigsten ostdeutschen Künstlerinnen im Bereich der zeitgenössischen und klassischen Musik sowie auf den Gebieten der Improvisation bis hin zu ambient und noise. Konzerte und Tourneen in USA, UK, Taiwan, Ukraine, Polen, Griechenland, Bulgarien, Bosnien-Herzegowina, China, Schweiz, Österreich und in Deutschland. Genreübergreifende Zusammenarbeit mit Schauspielern, Kabarettkünstlern sowie mit bildenden Künstlern, Performern, Tänzern und Schriftstellern wie Wolfgang Hilbig, Andreas Hegewald, Kurt Mondaugen, Sebastian Weber u.a. http://soundcloud.com/mspianotaste


Martin Dornberg

MARTIN DORNBERG ist Philosoph und Arzt. Er promovierte über Jean-Paul Sartre 1987 (Dr. phil.) und ist zugleich Arzt für Innere und für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (Dr. med.), Lehraufträge für Philosophie an der Universität Freiburg, seit mehreren Jahren zusätzlich auch für Gender Studies, für interdisziplinäre Anthropologie sowie für Psychodynamische Psychotherapie Er ist Gründungsmitglied von „mbody. Künstlerische Forschung in Medien, Somatik, Tanz und Philosophie“ (2008)

Performance-Projekte (u.a.):


 

Veronika Reichl

VERONIKA REICHL ist Grafikerin, Schriftstellerin (u.a. Gewinnerin des Open Mike Berlin) und Performerin. Ph.D. im Fach Art, Design and Media an der University of Portsmouth; Master of Arts in European Media an der University of Portsmouth; 2009/10 – Forschungsprojekt: Visual Philosophy an der Oslo School of Architecture and Design.

Bisherige Performances:

 

  • 2014 Denken in Figuren II: Online-Lectures bei Institut für Alles Mögliche, Berlin.
  • 2013 Das Versprechen der Philosophie II: Ahnung bei Soundcheck Philosophie, Halle an der Saale und bei: Institut für Alles Mögliche, Berlin und beim 100° Festival, Berlin.
  • 2012 Subtrahieren und Addieren mit Hegel und Deleuze bei Soundcheck Philosophie, Halle/Saale.
  • 2010 Language-Cinema bei Galerie Atopia, Oslo.
  • 2007 Freud küssen bei FUTURAMA, Berlin.
  • 2004 Der Überschwang der Produktion, beim Symposium poe-me/image, Kunsthaus Schloß Wendinghausen.
  • 2002 Ichverströmer, Einverleiber, Selbstverdoppler, Größenwahner: Mechanismen der Selbstvergrößerung beim Kunstfestival Magistrale Neukölln, Berlin

Kontakt: www.vimeo.com/veronikareichl

 


Sonja Schierbaum

Sonja Schierbaum, geboren 1977 in Hamburg, studierte Philosophie, Ethnologie und Kunstgeschichte an der Universität Hamburg. Sie wurde 2012 im Fach Philosophie promoviert und arbeitete anschließend als Postdoktorandin an der Humboldt-Universität in einem Projekt zum Selbstwissen im Spätmittelalter. Sie veröffentlichte Gedichte in Anthologien und Zeitschriften, zuletzt in Torso 22 (2015).

 


Mehdi Moinzadeh

Mehdi Moinzadeh ist Mitbegründer des Little Black Fish Collective. Nach seiner Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule München arbeitete er als Regisseur, Autor und Schauspieler. Zur Wiedereröffnung des Ballhaus Naunynstraße 2008 inszenierte er Dog eat Dog vs. Cafe Europa. 2009 initiierte er das Festival „Happy-Revolution! views on Iran 30 years later“ sowie 2011 das „Bon Voyage!“ Festival. 2013 inszenierte er Deportation Cast und Danton!Tod?

 

 


Monkeydick Productions

 

Monkeydick-Productions ist ein Künstlerkollektiv, welches sich der performance of performance verschrieben hat und damit künstlerisch und in einer ausdrücklich performativen Weise Gesellschaftskritik am neoliberalen Versprechen des wirtschaftlichen Erfolgs für jeden Einzelnen vorführt.

Kontakt: http://www.monkeydick-productions.com/blog


Volker Caysa

Volker Caysa lehrt Philosophie an der Universität Leipzig. 2002-2004 war er Vorsitzender der Nietzsche-Gesellschaft e.V. Von 2003-2013 war er Professor für Philosophie an den Universitäten Opole/Polen und Lodz/Polen. Seine wichtigsten Schriften sind: Kritik als Utopie der Selbstregierung, Berlin 2005; Körperutopien. Eine philosophische Anthropologie des Sports, Frankfurt am Main 2003; Empraktische Vernunft, Frankfurt am Main 2015.


Konstanze Caysa

Konstanze Caysa ist Künstlerphilosophin. Sie promovierte 2009 zum Thema „Sehnsüchtige Körper – Eine Metatropie“ an der Universität Leipzig. 2002-2010 war sie Vorstandsmitglied der Nietzsche-Gesellschaft e.V. Sie lehrte am Institut für Philosophie der Universität Leipzig, an der Hochschule für Grafik und Buchkunst zu Leipzig und am Kulturwissenschaftlichen Institut der Universität Leipzig. Außerdem vertrat sie über zwei Semester 2012-2013 die Juniorprofessur für Sportphilosophie an der Fakultät für Sportwissenschaften der Universität Leipzig. Konstanze Caysa ist seit März 2015 Kolumnistin und Autorin der „Leipziger Zeitung“. Ihre Hauptarbeitsgebiete: Kulturphilosophie, Philosophie der Empraxis, Philosophie der Metatropie, existenzielles Künstlerphilosophentum, Autoevolution des Menschen. Ihr neuestes Buch: Askese als Verhaltensrevolte erschien 2015 beim Peter-Lang-Verlag. Näheres zu dem Begriff des Empraktischen unter: www.empraxis.net


 

 Hagen Wiel

Hagen Wiel studierte Videokunst und Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst zu Leipzig und an der University of Wales in Cardiff. 2009 absolvierte er sein Meisterschüler-Studium bei Ralf Urban Bühler an der Hochschule für Grafik und Buchkunst zu Leipzig zum Thema Körperintelligenz und unterrichtete das Seminar „Experimente des Leibes“.


Heidi Salaverría

 

Heidi Salaverría (Hamburg), Dr. phil., Philosophin, Dozentin, Kulturschaffende an der Peripherie von Kunst und Akademie. Studium und Forschungsaufenthalte in Hamburg, Buenos Aires, Philadelphia. Forscht gegenwärtig zu einer politischen Ästhetik des Zweifels.

Leitungsteam des internationalen Kunst/Philosophie Projekts Hyper Cultural Passengers (http://hyperculturalpassengers.org/). Organisationsleitung des Performance Philosophie Symposiums KÖRPER_DENKEN, 01/16, München.

Lecture Performances, partizipatorische Philosophieshows, Kunstaktionen, Vorträge: Golem Hamburg, ICI Berlin, ZKM Karlsruhe, Kampnagel Hamburg, Berlinische Galerie Berlin, Universidad de Castilla Toledo, Pact Zollverein Essen, Università Roma Tre Via, Festival [soundcheck philosophie] in Halle, Staatstheater Stuttgart, Kunsthalle Bremen, Musikhochschule Nürnberg, SFB „Kulturen des Performativen“ Freie Universität Berlin, Universität Hildesheim, Klagenfurt,…

Zuletzt erschienen: „Critical Common Sense, Exemplary Doubts, and Reflective Judgment,“ in: Confines of Democracy. The Social Philosophy of Richard Bernstein: Essays on the Philosophy of Richard Bernstein, ed. Ramón de Castillo, Ángel M. Faerna, Larry A. Hickman, New York 2015, mit einer Erwiderung von Bernstein. „Ungeregelte Zweifel. Zur politischen Urteilsbildung im Denken Shklars und Rancières,“ in: Deutsche Zeitschrift für Philosophie, Bd. 62, Heft 4, Sept. 2014, 708-727.

Kontakt: www.salaverria.de

 


Felix Leffrank

 

Felix Leffrank, geb. 1987 in Wertheim, Ausbildung zum Grafik Designer in Stuttgart. Nach einem Jahr Sozialdienst in Berlin ab 2008 in Leipzig: Studium der Medienkunst bei Prof. Alba D´Urbano an der HGB. „In meinen Arbeiten, einer Mischung aus Interview, Performance, Spielfilm und Theater, greife ich oft demonstrativ in das Setting ein. Ich setze mich ins Bild und thematisiere damit den psychischen und sozialen Status des Regisseurs/Direktors und analoger gesellschaftlicher Rollen. Der Dokumentarfilm und das ständige Hinterfragen der Authentizität des dokumentarischen Materials sind ein wichtiger Einfluss auf meine Arbeit.“

 


Anne Georgius

Anne Georgius ist 1987 in Halle/Saale geboren worden. 2007 begann sie zunächst an der Universität Leipzig ihr Philosophie Studium, bevor sie 2010 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig im Fachbereich Medienkunst immatrikulierte. In der Klasse für Installation und Raum unter der Leitung von Joachim Blank stellte sie u.a. im Juni 2014 im Kaufhaus Held aus. Im Dezember 2015 war ihre Einzelausstellung »Konserven« in der Windscheidstraße 51 zu sehen. Ihre Arbeiten setzen sich überwiegend mit verschiedenen Aspekten des menschlichen Denkens und Wahrnehmens auseinander und bewegen sich vorwiegend zwischen den Formaten Installation, Konzept- und Performancekunst.


 

Britta Schulze

Britta Schulze wurde 1966 in Leipzig geboren. Nach der Berufsausbildung als Bauzeichner absolvierte sie Kunst- und Designstudien in Heiligendamm und Halle (Burg Giebichenstein). Das Malerei/Grafikstudium an der HGB Leipzig konnte sie 1999 mit dem Diplom bei Professor Arno Rink beenden und eine Meisterschülerzeit bei Professor Rolf Münzner bis 2001 durchführen. Ab 2002 ist sie selbständig als Malerin/Grafikerin tätig. 2007 gründet sie die Neue Abendakademie für bildende Kunst Leipzig. Projekte und Workshops kultureller Bildung (u.a. über den BBK) sind neben der Malerei ab 2009 wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit. Seit 1998 führt sie mit verschiedenen Künstlern Performances in Form von Bühnenauftritten im Zusammenspiel von Bild, Text, Ton durch.


 

Konstantinos-Antonios Goutos

 

KONSTANTINOS-ANTONIOS GOUTOS ist in Larissa, Griechenland geboren, hat Musik und Filmregie in Athen, Konzeptkunst in Prag und Medienkunst/Videokunst in Leipzig studiert. Unter der Persona „theFlâneu®“ läuft  er  als „Flâneur“ durch die Städte. Ausgestattet mit einem Videoapparat macht er Aufnahmen. Aufnahmen der Stadt. Aufnahmen des „Lebens“ der Menschen einer Stadt. Manchmal, Aufnahmen von „sich selbst“… Sein Archiv besteht aus 250 Stunden VideoFlanerie mit Material aus 50 Städten Europas. Seit 2003 sind mehr als 70 kurze und lange Videoarbeiten entstanden, die bei mehr als 250 Events (in 40 Ländern und 100 Städte) gezeigt oder installiert worden sind.

Kontakt: https://konstantinosantoniosgoutos.wordpress.com


Raúl Ruiz Mateos

ist studierter Künstler und Doktorand der Universität Sevilla (Spanien). Derzeit lebt und arbeitet er in Leipzig. Vornehmlich widmet er sich der Malerei, darüber hinaus zählen aber auch fotographische und filmkünstlerische Arbeiten zu seinen Werken.