[soundcheck philosophie] #2 erfolgreich über die Bühne gebracht!

Vom 9. – 10. Juni 2012 gastierte die zweite Ausgabe des Philosophie-Performance-Festivals auf den verschiedenen Bühnen der Stadt Halle. Das „Schaufenster“ des Neuen Theaters (ein Theaterraum, der sich zur Fußgängerzone öffnet) war zur Tagung „Sagen oder Zeigen“ bis auf die letzten Treppenplätze gefüllt. In konzentrierter Atmosphäre verfolgten Festivalteilnehmer sowie angereistes und hallesches Publikum die Präsentationen und diskutierten, ob und wie sich das philosophische Denken veranschaulichen bzw. verkörpern lässt.

DSC05592 DSC05670 DSC06059

Mit „Corpus Delicti – Denken, ein Ort des Verbrechens“, der Lecture Performance von Susanne Valerie Granzer und Arno Böhler aus Wien verschränkten sich theatrale und philosophische Gedanken u.a. kritisch zu den Kriterien an Universitäten. Nebeneinander standen Bildende Kunst (Britta Schulze), Lautpoesie (Karl-Heinz Heydecke) und „Konkrete Philosophie“ (Rainer Totzke/ Kurt Mondaugen) in der Performance „Es gibt das erste nur, wenn es das zweite gibt“… die ausgehend von Ludwig Wittgensteins Gedanken zu Kunst die Übertragung des Wortsinns in Malerei und Klang erprobte. Zu später Stunde wurde der erste Abend abgerundet mit einer Überraschungsperformance von Ioana Jucan (USA). Im internen Workshop an Sonntag morgen wurden zwei Ansätze zur Künstlerischen Forschung vorgestellt: Julian Klein (Institut für Künstlerische Forschung, Berlin) erläuterte die verschiedenen Gewichtungen von Wissenschaft, Kunst und Forschung innerhalb seiner verschiedenen künstlerischen Bühnenprojekte, Anke Haarmann (Lüneburg) stellte das Projekt „Ausflüge des Denkens“ vor. Die Arbeitsfrage, ob performative Philosophie denn „künstlerische Forschung“ sei verlangte nach einer Reflexion, was eigentlich die verschiedenen Beiträge der „performativen Philosophie“ ausmacht. Ein Gedanke, der dabei aufkam war die Suchbewegung und das Verhältnis von Wissen und Nicht-Wissen, die als Momente des Philosophierens in vielen Beiträgen ausgestellt sind. Zur Matinee öffnete sich die Diskussion dem Publikum. Im Foyer des Thalia-Theaters waren zwei sehr verschiedenen Work-in-Progress Demonstrationen zum Format der Lecture Performance zu sehen (Eva Maria Gauß „Körper-Denken. Var. Nr. 1 und Veronika Reichl „Subtrahieren und Addieren mit Hegel und Deleuze“), anschließend wurde in einer „Fishbowl-Diskussion“ – einer Art Podiumsdiskussion, bei der jede/r aufs Podium kommen kann – die Zukunft der performativen Philosophie diskutiert. Die Tanzperformance „Configurazione die Sign-Art-Our“ der Aurelia Baumgartner Dance Compagnie (München) verband Videokunst, Tanz und Livemalerei vor dem Hintergrund zeichentheoretischer Überlegungen. Zum Abschluss von [soundcheck philosophie] #2 lud der neue Kooperationspartner (LUXKinos Halle) in den Kinosaal ein. Veronika Reichl präsentierte dort im Gespräch mit Oliver Lerone Schultz das „Denk-Kino II“ Animationsfilme, die eine Verbildlichung philosophischer Zitate wagen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s